Montag, 27. März 2017

Fasuliye bi Zet - Grüne Bohnen

Huhu mit dem Frühling melde ich mich mit einem schnellen und einfachen Rezept aus Syrien zurück. Fasuliye bi Zet wird zu Mittag oder Abendessen verspeist. Dazu wird arabisches Fladenbrot oder auch Reis gereicht. 
 
Ihr braucht 

500 g grüne Bohnen 
1 Zwiebel
3-4 Tomaten 
3-4 Esslöffel passierte Tomaten 
Ca. 150 ml Wasser
Salz & Pfeffer nach Geschmack 
Etwas Öl zum anbraten

So wird's gemacht 
 
Bohnenstängel waschen, Spitzen entfernen und in ca. 1-2 cm Stücke schneiden. Zwiebel, Tomaten schälen und klein hacken. 
Mit etwas Öl zuerst die Zwiebel anbraten, dann die Tomaten dazu und dann die Bohnen dazugeben. Kurz anbraten und mit den passierten Tomaten und dem Wasser auslöschen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf leichter Flamme ca. 45 Minuten köcheln lassen. 



Samstag, 26. November 2016

Kafta in Granatapfelsirup - Lahme bil Siniye

Kennt ihr das auch? Um so kälter es draußen wird, um so lieber koche ich in meiner warmen Küche. Gestern gab es bei mir Lahme bil Siniye. Es ist einer der wenigen Rezepte die ich nicht von meiner Mutter gelernt habe, denn in Latakia wird Kafta bil Batata zubereitet und in Hama in Tahinasoße. In Damaskus jedoch wird es mit Granatapfelsirup bevorzugt.
 
 

 
Zutaten

Freitag, 11. November 2016

Riz bibazeliya - Erbsen Karotten Eintopf

Eigentlich wollte ich mit diesem Rezept meine Lieblingsjahreszeit, den Herbst empfangen. Aber wie wir Araber nun mal sind, kommen wir immer ein wenig zu spät. Nun, besser spät als nie! Es ist draußen kalt und nass und dazu passt ein einfacher und gesunder Eintopf aus der syrischen Küche: Erbsen-Karotten Eintopf mit Reis oder "Riz wa Bazelya". Ich bevorzuge es mit Kalbfleisch. In Syrien wird jedoch wie zu fast allen Speisen Lammfleisch bevorzugt.

 
 
Zutaten

Montag, 5. September 2016

Gefüllte Datteln - das perfekte islamisten Rezept

Wie versprochen geht es auch endlich wieder weiter. Für den Anfang muss aber erst einmal ein Mini-Rezept her, welches ich eigentlich schon im Ramadan posten wollte und ich nie wirklich dazu kam. 
Datteln haben in Syrien und in der islamischen Welt einen besonderen Stellenwert. 
 
So empfahl uns unser Prophet Mohammed (s.a.w) das Fasten im Monat Ramadan mit einer Dattel zu brechen. 
Auf die schmerzlinderten Eigenschaft der Datteln wird auch in einem berühmten und sehr schönen Vers des Quran hingewiesen, in dem Kapitel mit dem Namen Maryam, Vers 25-26

 
“Und schüttele den Stamm der Palme in deine Richtung, und sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen.  So iss und trink und sei frohen Mutes.”

Montag, 6. Juni 2016

Ramadan-Mubarak in Germany

Ramadan Deko
Ich wünsche allen Muslimen einen gesegneten Ramadan, vor allem wünsche ich mir einen baldigen Sieg für das syrische Volk. Nicht umsonst wird Ramadan auch der Monat der Siege genannt. Mehr darüber könnt ihr hier lesen: Ereignisse des Ramadan

Samstag, 30. April 2016

An mein geliebtes Aleppo

An mein geliebtes Aleppo

Es tut mir leid Aleppo! Ich schäme mich es zu schreiben, aber die Welt interessiert sich nicht für Dich. Du bist halt nicht Paris, Du bist auch nicht Brüssel. Mit so viel Leid, Elend und Zerstörung können wir den Rest der Welt nicht konfrontieren, solange Du nicht in Europa bist oder die größere Anzahl deiner Einwohner wenigstens Nichtmuslime sind. Es tut mir leid, dass du inzwischen die gefährlichste Stadt der Welt genannt wirst und nicht die älteste Stadt der Welt, so wie es uns die Geschichte lehrte. Es tut mir leid, dass ich jetzt nicht über deine berühmten Kochkünste schreiben kann. Denn wer macht leckere Kubab und Mahashi als du, oh Aleppo?! Es tut mir auch leid, dass nicht über deine Weltberühmte Aleppo-Seife gesprochen wird, sobald dein Name fällt, oder über deinen wundervollen Dialekt, den alle Syrer lieben, sondern nur von Tod, Vertreibung und Kummer. Es tut mir leid Dir sagen zu müssen, dass es auch in Zukunft niemand interessieren wird, dass dein Volk systematisch vertrieben wird und es tut mir leid, dass auch deine letzten Krankenhäuser zerstört wurden und damit auch dein letzter Kinderarzt ermordet wurde. Es tut mir leid, dass er deine liebevollen Kinder nicht mehr retten kann. Es tut mir auch leid, dass zum ersten mal seit dem 7. Jahrhundert kein Freitagsgebet stattfinden konnte. Nichts hatte euch je zu vor davor abhalten können und genau das spricht für dich mein geliebtes Aleppo. Es tut mir leid! 
 
Aber es tut mir nicht leid Dir sagen zu müssen, dass Assad und all seine Unterstützer ihre gerechte Strafe bekommen werden. Wenn nicht in diesem Leben, dann im Jenseits. Denn  „Und denke nicht, dass Allah nicht beachtet was die Tyrannen tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zu dem Tage, an dem die Augen starr blicken werden [Vers 14:42]

Sonntag, 24. April 2016

Sayadyie - syrische Fischermann's Kost

Sayadiye welches man übersetzt Fischermann's Kost nennen könnte, stammt aus dem Küstengebiet Latakia, Tartous und Banyas in Syrien. Das Rezept was ich euch heute vorstelle ist aus Latakia, der Heimatstadt meiner Mutter.

 
 

Ihr braucht

2 Doraden
6 mittelgroße Zwiebel
2 Tassen Reis
4 Knoblauchzehen
1 EL Kreuzkümmel (Kamun)
1 EL schwarzer Pfeffer
1 EL weißer Pfeffer
Saft aus zwei Zitronen ( Für den Reis)
Saft aus einer Zitrone für die Fische
Handvoll Pinienkerne und Cashewnüsse               

Sonntag, 20. März 2016

Foul Mudammas - Syrischer Saubohneneintopf

Foul ist nicht nur in Syrien sondern im ganzen Nahen Osten ein beliebtes Frühstück. Da es sehr sättigend ist, wird es im Fastenmonat Ramadan auch oft zum Suhur (Letzte Mahlzeit vor Sonnenaufgang) gespeist. Dazu serviert werden Tomaten, Frühlingszwiebel, Zwiebel, Oliven und natürlich arabischer Fladenbrot, welches hier den Löffel ersetzt.

Traditionell werden die Saubohnen eingeweicht und über Nacht gegart. In Syrien kann man sich fertiggegarten Saubohnen an Frühstücksständen kaufen und sie Zuhause nach belieben zubereiten. Mittlerweile finden sich auch fertig gegarte Foulbohnen in Konserven in arabischen und türkischen Supermärkten.



Zutaten

Für ca. 2 Personen

2 Dosen Foul ( ür die syrische Variante mit Kichererbsen gemischt)
Olivenöl
Salz/Pfeffer
1 TL Kreuzkümmel (Cumin)
3 Knoblauchzehen
1/2 Bund Petersilie
1 Tomate


Zubereitung

Montag, 15. Februar 2016

Manakish- Vegane Tymian Fladenbrote

Manakish sind kleine Thymian Fladenbrote die in Syrien, Libanon und Palästina zum traditionellen Freitagmorgen-Frühstück gebacken werden und so gut wie sich die meisten Araber hier integriert haben, in Deutschland natürlich immer sonntags ;-) 

 



Grundrezept für den Teig

500 g Mehl
Salz, Wasser
1 Würfel frischer Hefe

=> Hefe in etwas Wasser auflösen, Salz dazu, nach und nach Wasser & Mehl dazu geben und gut durchkneten. Mit dem Wasser immer etwas sparsam umgehen, ansonsten muss immer wieder etwas Mehl dazu. Mindestens 5 bis 10 Minuten kneten und danach mit einem nassen Tuch für ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.

=> Nach der Ruhezeit auf einem Blech kleine, halbflache Bällchen formen (ca. 4 cm Durchmesser) und wieder mit einem nassen Tuch für ca. 15 Minuten ruhen lassen bis sie gut aufgehen.
 

Dienstag, 2. Februar 2016

Meine Deutsch-Syrische Kopftuch Identität und mein Friseurbesuch

Und woher kommst du jetzt? Hm, was sage ich jetzt!? Aus Worms meiner Geburtsstadt und genieße danach den unzufriedenen Blick, oder sage ich Syrien, wonach ja die Friseurin wirklich gefragt hat, da es die meisten Menschen nicht interessiert, wo ich geboren und aufgewachsen bin. Versteht mich nicht falsch, ich bin mindestens genau so neugierig. Jedoch würde ich niemals auf die Idee kommen einer Person, die in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, zu sagen, dass sie gut Deutsch spricht, oder das sie sich gut integriert hat. Ihre Eltern mussten sich integrieren. Sie kamen aus einem fremden Land, einer fremden Kultur, lernten die deutsche Sprache und zogen ihre Kinder groß. Es ist nicht der Verdienst der Kinder, sondern das der Eltern. Aber kommen wir zurück zum Thema. Tatsächlich vermisse ich die Zeiten, in denen ich noch erklären musste, wo Syrien liegt. Ja! Ich vermisse sogar die Frage, ob ich denn irgendwann "zurück" wolle. Wie habe ich diese Frage gehasst?! Wohin zurück?! Zu meinen Großeltern, die ich in den Ferien jedes Jahr besucht habe?! Aber wie hätte ich auch ahnen können, dass aus dieser Frage ein: „Ach aus Syrien?! Oh wie schrecklich?! Wie lange seit ihr denn schon hier und seid ihr auch vor dem IS geflüchtet?“ wird?! Dass die meisten Syrer vor dem brutalen Assad-Regime flüchten, muss ich nicht wirklich wieder erwähnen. Oder vielleicht doch?! Denn Sex sells. Pardon! Ich meinte natürlich Islam Sells. Dann hört sich alles gleich viel schlimmer und dramatischer an. Wenn Islamisten steinigen und köpfen,verkauft sich das viel besser, es lässt sich sogar vermarkten. Fassbomben, Giftgas, Belagerung, Hungersnot, Folter, Massaker an Frauen und Kinder?! Alles uninteressant, solange kein (sunnitischer) Vollbart dahinter steckt. Das dieser (IS) Vollbart erst durch Assad entstehen konnte, erwähnt man lieber auch nicht. Aber ich schweife wieder ab. Mein Beitrag sollte ja kein politisches Statement werden, oder etwa doch?! 

Kommen wir auf meine Friseurin zurück. (Ja! Ich gehe auch zum Friseur. Immerhin muss mir ja jemand das Kopftuch zurecht schneiden. Nein Spaß, ich meinte natürlich die Haare. Oder habe ich vielleicht doch keine Haare sondern eine Glatze? Das wurde ich tatsächlich auch schon gefragt.)  Aber lassen wir meine pinken (?) Haare nun aus dem Spiel und kommen endlich zum Thema zurück. Ja woher komme ich denn nun und was habe ich geantwortet?