Dienstag, 17. Juli 2012

Über die Vorzüge des Fastens im Sommer

Salam ihr Lieben,

da Ramadan dieses Jahr im Sommer anfängt, hoffe ich, dass dies eine gute Ermutigung sein wird.


Die Vorzüge des Fastens im Sommer



Ibn Rajab al Hanbali –möge Allah Sich seiner erbarmen – hat einen Abschnit in „Lat’if al Ma’arif“ (S.272-273) bezüglich der Vorzüge des Fastens während heiße Tage.

„...Und von den gottesdienstlichen Handlungen, dessen Lohn während der Hitze vervielfacht wird, ist das Fasten und das liegt an dem Durst, den man während der Hitze des Mittags hat.

Aus diesem Grund, drückte Mu’adh bin Jabal – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – auf dem Totenbett Reue aus, dass er nicht mehr länger den Mittagsdurst erleben konnte, wie es frühere Muslime taten.

Und es wurde berichtet, dass Abu Bakr – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – während des Sommers fastete und nicht des Winters und ’Umar – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – riet seinem Sohn, ’Abudullah – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein -, im Totenbett: „Versuche die Eigenschaften des Glaubens zu erlangen!“ und das Erste, was er erwähnte war, während starker Sommerhitze zu fasten.

Und al Qasim bin Muhammad sagte, dass ’A’isha – möge Allah mit ihr wohlzufrieden sein – in der starken Hitze fastete und er wurde gefragt: „Was hat sie dazu veranlasst, dies zu tun?“ Er antwortete: „Sie nahm diesen Vorteil der Tage vor ihren Tod wahr.“ Und einige von den rechtschaffenen Frauen wählten die heißesten Tage aus, um zu fasten (und sie) sagten: „Wenn der Preis gering ist, wird jeder kaufen.“ Es bedeutet, dass sie diese Taten machen wollte, da nur wenige im Stande waren, da es für sie zu schwer war und das ist ein Anzeichen der hohen Erwartungen der Frauen.

Und Abu Musa al Ash’ari – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – war auf einem Schiff und er hörte jemanden rufen: „O Passagiere steht auf!“ Und er sagte dies drei mal. Demnach sagte Abu Musa zu ihm: „Wie sollen wir aufstehen? Weißt du (denn) nicht, wo wir sind? Wie sollen wir aufstehen?“ Der Rufer sagte: „Lass mich dir von einer Regel (Allahs) erzählen, die Allah Sich zur Regel machte: Wer auch immer an einem heißen Tag sich auf dem Pfade Allahs durstig macht, hat das Recht gegenüber Allah, dass sein Durst am Tage der Auferstehung gestillt wird.“ Demnach, hielt er (Abu Musa) Ausschau nach heißen Tagen, die so heiß waren, dass man dachte, man wird gekocht und er fastete (an) solchen Tage.

K’ab – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – sagte, dass Allah zu Musa – Friede sei mit ihm – sprach: „Ich habe es Mir vorgeschrieben, dass wer auch immer um meinetwillen Durstig ist, dass sein Durst am Tage der Auferstehung gestillt wird.“ Und man sagt, es sei in der Tora geschrieben: „Frohe Botschaft für jenen, der hungert in Erwatung auf den großen Tag, an dem sein Hunger gestillt wird; und frohe Botschaft für jenen, der durstet in Erwartung auf den großen Tag, an dem sein Durst gestillt wird“

Al Hasan – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – sagte: „Eine Jungfrau im Paradies wird zum Freund Allahs (Wali Allah) sprechen, während er mit ihr am Honig-Flussufer im Paradies liegt – während sie ihm ein Glass des süßesten Getränkes reicht, wird sie ihn fragen: “Weißt du an welchem Tag Allah mich mit dir verheiratete? Er sah dich an einem langen Sommertag während du in der Mittagshitze durstig warst und Er rief die Engeln und sagte: „Schaut meinen Knecht an. Er hat seine Frau, Freude, Essen und Trinken für Mich aufgrund für die Sehnsucht, was Ich für hab, verlassen. Bezeugt, dass ich ihn vergeben habe“ Und Er vergab dir und verheiratete mich mit dir“

Und als ‘Amir bin ‘Abd Qays – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – von Basrah nach Sham ging, bat ihn Mu’awiyah ihn zu erzählen, was er brauchte. Er verweigerte ihn zu bitten und schließlich sagte er: „Alles was ich brauche ist, dass du die Hitze von Basrah mir zurückbringen, sodass das Fasten ein wenig schwerer wird, denn es ist in deinem Lande zu leicht.“

Und al Hajjaj – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – war auf einer Reise zwischen Makkah und Madinah. Er nahm sein Essen heraus und lud einen Beduinen ein, um mit ihm zu essen und der Beduine sagte: „Ich ward von Jemanden eingeladen, Der besser als du ist und ich habe Seine Einladung akzeptiert.“ Er fragte: „Und wer ist es?“ Der Mann antwortete: „Allah hat mich eingeladen, um zu fasten, deshalb fastete ich.“ al Hajjaj fragte: „An diesem heißen Tag?“Der Mann antwortete: „Ja. Ich faste in Erwartung von einem viel heißeren Tag.“ al Hajjaj sagte: „So iss doch heute und faste morgen.“ Der Mann antwortete: „Nur wenn du mir garantieren kannst, dass ich bis morgen leben werde.“ al Hajjaj sagte: „Das ist nicht in meinen Händen.“ Der Mann sagte: “Wie kannst du mich bitten, etwas jetzt zu tun, wenn es nichts in der Zukunft gibt, was in deinen Händen ist.“

Und Ibn ’Umar – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – vereiste einst mit seinen Gefährten und sie sahen einen Schafhirten, den sie dann zum Essen einluden. Er sagte: „Ich faste.“ Und Ibn ’Umar sagte: „Du fastest in einer Hitze wie dies und während du zwischen all diesen Pflanzen und Schafen bist?“ Der Hirte antwortete: „Ich ziehe ein Nutzen aus meinen übrigen Tagen.“ Ibn ’Umar war von seiner Antwort beeindruckt und sagte: „Kannst du ein Schaf an uns verkaufen? Wir werden dich von seinem Fleisch nähren, wenn du dein Fasten brichst und wir werden es für dich auch zahlen.“ Der Hirte sagte: „Es gehört nicht mir, sondern meinem Meister.“ Ibn ’Umar sagte:„Was würde dein Meister sagen, wenn du sagtest, dass es von einem Wolf gefressen wurde?“ Der Hirte hob seinen Finger gen Himmel und sagte: „Was ist mit Allah?“ Ibn ’Umar wiederholte die Phrase, die der Hirte sagte und als er in der Stadt ankam, ging er zum Meister des Hirten und kaufte ihn und sein Schaf von ihm. Er befreite den Hirten und gab ihn sein Schaf als Geschenk.

Und Ruh bin Zinba reiste an einem sehr heißen Tag zwischen Makkah und Madinah. Ein Hirte, der auf einen Berg lebte, nährte sich ihm und er sagte zu ihm: „O Hirte, komm und iss mit mir!“ Der Hirte sagte: Ich faste.“ Ruh sagte: „Du fastest in dieser Hitze?“ Der Hirte antwortete: „Sollen meine Tage für nichts vergehen?“ Ruh sagte: „Du hast deine Tage vernünftigerweise eingesetzt. O Hirte, während Ruh bin Ziba’ seine verschwendete.“

Und Ibn ’Umar – möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – fastete zusätzliche Tage bis er beinahe blass wurde und (selbst) dies verursachte ihn nicht, sein Fasten zu brechen. Und al Imam Ahamd – möge Allah Sich seiner erbarmen – fastete bis er kurz davor war, unmächtig zu werden, er wusch sein Gesicht mit Wasser. Er wurde bezüglich des Fastens an heißen Tagen gefragt und er antwortete: "Es ist nichts Falsches dran, wenn jemand ein Tuch nass macht, um das Wasser (aus dem Handtuch) auf sich (heraus) zudrücken, sodass man abkühlt.“ Und der Prophet – Allahs Heil und Segen auf ihn – goss Wasser über sich als er fastete.

Und Abu ad Darda’ - möge Allah mit ihm wohlzufrieden sein – sagte: „Fastet (an) heiße(n) Tage(n) in Erwartung von dem Tag der Auferstehung und bete zwei Rak’at in der Dunkelheit der Nacht in Erwartung von der Dunkelheit des Grabes.“ Und es wird in den zwei authentischen Bücher erwähnt, dass er gesagt hat: „Du hast uns an sehr heiße Tage mit dem Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihn – auf mancher seiner Reisen gesehen und ein Mann hielt seine Hand gegen sein Kopf augrund der starken Hitze und keiner von ihnen fastete außer den Propheten – Allahs Heil und Segen auf ihn – und ’Abdullah bin Rawahah“ Und die Überlieferung im Muslim besagt, dass Abu ad Darda gesagt hat: „Dies war während dem Monat Ramadan.“

Wenn jene, die in der Hitze für Allah fasten, geduldig sind, trotz des enormen Durstes, wird Er ein besonderes Tor unter den Toren des Paradieses für sie beiseitelegen. Das ist das Tor, welches Rayyan genannt wird und jener, der es betritt, wird trinken und wer auch immer trinkt, wird nie wieder durstig sein. Wenn sie es betreten, wird es für jene, die danach kommen, geschlossen und niemand wird es betreten außer sie...“

1 Kommentar :

  1. Zählt dazu auch das lange fasten? Es werden ja lange Tage und kurze Nächte ...

    Aber ich freue mich schon richtig

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