Sonntag, 4. Oktober 2015

Ich bin von dort - Mahmoud Darwish über Eduard Said


Kaum ein anderer hat sich mit seiner Identität mehr beschäftigt wie der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish. Nicht umsonst wurde er als poetische Stimme seines Volkes beschrieben. In dem Gedicht "Tabaq" schreibt Mahmoud Darwish seine letzte Unterhaltung mit Edward (William) Said auf. Ein US-amerikanischer Literaturtheoretiker palästinensischer Herkunft. Der wiederum als Sprachrohr der Palästinenser in den USA galt.

Diese Strophe hat es mir besonders angetan


 أنا من هناك. أنا من هنا
ولستُ هناك، ولستُ هنا.
لِيَ اسمان يلتقيان ويفترقان…
ولي لُغَتان, نسيتُ بأيِّهما
كنتَ أحلَمُ،
Ich bin von dort. Ich bin von hier.
Ich bin nicht dort und ich bin nicht hier.
Ich habe zwei Namen, die sich treffen und sich trennen 
und ich habe zwei Sprachen. 
Ich vergaß in welchen von beiden ich träumte.




نيويورك/ نوفمبر/ الشارعُ الخامسُ/
الشمسُ صَحنٌ من المعدن المُتَطَايرِ/
قُلت لنفسي الغريبةِ في الظلِّ:
هل هذه بابلٌ أَم سَدُومْ؟
هناك، على باب هاويةٍ كهربائيَّةٍ
بعُلُوِّ السماء، التقيتُ بإدوارد
قبل ثلاثين عاماً،
وكان الزمان أقلَّ جموحاً من الآن…
قال كلانا: