Samstag, 30. April 2016

An mein geliebtes Aleppo

An mein geliebtes Aleppo

Es tut mir leid Aleppo! Ich schäme mich es zu schreiben, aber die Welt interessiert sich nicht für Dich. Du bist halt nicht Paris, Du bist auch nicht Brüssel. Mit so viel Leid, Elend und Zerstörung können wir den Rest der Welt nicht konfrontieren, solange Du nicht in Europa bist oder die größere Anzahl deiner Einwohner wenigstens Nichtmuslime sind. Es tut mir leid, dass du inzwischen die gefährlichste Stadt der Welt genannt wirst und nicht die älteste Stadt der Welt, so wie es uns die Geschichte lehrte. Es tut mir leid, dass ich jetzt nicht über deine berühmten Kochkünste schreiben kann. Denn wer macht leckere Kubab und Mahashi als du, oh Aleppo?! Es tut mir auch leid, dass nicht über deine Weltberühmte Aleppo-Seife gesprochen wird, sobald dein Name fällt, oder über deinen wundervollen Dialekt, den alle Syrer lieben, sondern nur von Tod, Vertreibung und Kummer. Es tut mir leid Dir sagen zu müssen, dass es auch in Zukunft niemand interessieren wird, dass dein Volk systematisch vertrieben wird und es tut mir leid, dass auch deine letzten Krankenhäuser zerstört wurden und damit auch dein letzter Kinderarzt ermordet wurde. Es tut mir leid, dass er deine liebevollen Kinder nicht mehr retten kann. Es tut mir auch leid, dass zum ersten mal seit dem 7. Jahrhundert kein Freitagsgebet stattfinden konnte. Nichts hatte euch je zu vor davor abhalten können und genau das spricht für dich mein geliebtes Aleppo. Es tut mir leid! 
 
Aber es tut mir nicht leid Dir sagen zu müssen, dass Assad und all seine Unterstützer ihre gerechte Strafe bekommen werden. Wenn nicht in diesem Leben, dann im Jenseits. Denn  „Und denke nicht, dass Allah nicht beachtet was die Tyrannen tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zu dem Tage, an dem die Augen starr blicken werden [Vers 14:42]

Sonntag, 24. April 2016

Sayadyie - syrische Fischermann's Kost

Sayadiye welches man übersetzt Fischermann's Kost nennen könnte, stammt aus dem Küstengebiet Latakia, Tartous und Banyas in Syrien. Das Rezept was ich euch heute vorstelle ist aus Latakia, der Heimatstadt meiner Mutter.

 
 

Ihr braucht

2 Doraden
6 mittelgroße Zwiebel
2 Tassen Reis
4 Knoblauchzehen
1 EL Kreuzkümmel (Kamun)
1 EL schwarzer Pfeffer
1 EL weißer Pfeffer
Saft aus zwei Zitronen ( Für den Reis)
Saft aus einer Zitrone für die Fische
Handvoll Pinienkerne und Cashewnüsse